Eine kleine Rückschau

Im Mai 2021 habe ich mal eine Leica Q2 ausprobieren dürfen. Das Team vom Leica Store Zürich hat mich dabei wunderbar unterstützt. Es war der Start zum Projekt «Reduce to the max» mit der Marke Leica.

Als Berufsfotograf bin ich auf ein zuverlässiges und qualitativ hochstehendes Foto-Equipment angewiesen. Das hatte ich eigentlich mit Canon, Nikon und Fuji X auch. Was sich aber ua. geändert hat, ist der Service rund um die Kamera sowie das Gefühl.  Als ich die Leica Q2 in den Händen hielt, kam mir der Gedanke, ob sich dieses Modell für den teilweise rauhen Alltag eines professionellen Fotografen eignen würde. Ich fotografiere an emotionale Hochzeitsreportagen, wie auch auf Baustellen.  In der Regel war ich bei Hochzeitsreportagen mit einem Gemisch aus Festbrennweiten und Zooms unterwegs, namentlich mit 24mm, 35mm, 85mm und teilweise mit 70–200mm. Vor der Q2 habe ich mir bereits die Leica SL2-S gekauft. Die SL2-S ist eine hervorragende Vollformat-Reportage-Kamera. Das tolle ist die L-Mount-Allianz von Panasonic, Sigma und Leica. Alle drei namhaften Firmen, stellen sehr gute Objekte her. Ich finde das Sigma 85mm F/1.4 mit Blendenring passt wunderbar an die SL2-S.

Ich habe nun seit rund Mitte 2021 rund 10 Hochzeitsreportagen sowie 11 Firmenreportagen nur noch mit den Festbrennweiten 28mm, 50mm und 85mm und der Q2 und SL2-S erstellt. Ich muss sagen – es funktioniert! Mit sogenannten «Turnschuh» -objektiven (Bei Festbrennweiten machen die Füsse das Zoom) muss der Fotograf mehr als einmal aus der Komfortzone heraus. Auch Improvisation und gute Beobachtung des Geschehens ist ein wichtiger Faktor. 

Es gibt hier auf meiner Website www.28-mm.ch keine Info-Charts oder technische Details. Es geht um das Gefühl, die Sicherheit und Qualität. Das Bedienkonzept der beiden Leicas ist fast identisch. Aber eben leider nur fast. Der eine oder andere Menüpunkt ist an verschiedenen Orten zu finden. Das ist ein kleiner Minuspunkt. Ansonsten ist das Bedienkonzept sehr klar verständlich und leicht an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Die Q2 hat leider nur einen Kartenslot. Das ist für mich der grösste Minuspunkt. Aber anschliessend müsste ich schon suchen :-)

Bei beiden ist der Monitor fest im Gehäuse integriert. Er lässt sich also weder klappen noch schwenken. Dafür sind beide ziemlich wetterbeständig. Brauche ich dieses Feature ausnahmsweise, dann kann ich das mit meinem Smartphone und der Leica Fotoapp auch erzielen. Aber eben – brauchen tu ich das in der Regel nicht.

Ein nicht abschliessendes Fazit

Ich bin nun mit dieser Combo rund 10 Monate unterwegs und habe sie für unterschiedliche Situationen eingesetzt:

  • An Hochzeitsfeiern
  • auf Baustellen
  • auf Baukränen
  • in Klassenzimmern
  • im Fotostudio
  • im Operationssälen
  • im Rettungswagen
  • an Kongressen
  • an Tagungen
  • Bundesräte begleiten
  • in der Höhle
  • an Unihockeyspiele
  • an Workshops
  • in der Natur
  • in luftiger Höhe
  • in Laboren
  • in Naturschutzgebieten
  • an grossen Laufveranstaltungen
  • in dunklen Gassen

Ich konnte meine Ideen immer mit meinem reduzierten Material umsetzen. Nie hat sich ein Kunde über irgendwas beschwert oder hatte das Gefühl, das etwas fehle. Alle waren stets zufrieden und häufig auch überrascht.

Ist Leica das Mass aller Dinge?

Nö – aber es macht extrem Spass mit diesen qualitativen Dingern in der Hand. Ob Hobby oder als Beruf. Mit einer Q2 oder SL2-S macht man nichts falsches und dank der L-Mount-Allianz sind auch lichtstarke Objektive zahlbar geworden.


Hier ein paar Beispiele

28mm

Reportage mit Gefühl

50mm

Der Samariterverein Tafers feiert sein 100jähriges Jubiläum

85mm

Headshot für die Wahlkampagne

85mm

Im Labor unterwegs

28mm

Im OP-Bereich hautnah dabei sein

28mm

Fashion in der Höhle